Ratgeber - Das perfekte Bewerbungsfoto

Das perfekte Bewerbungsfoto basierend auf unserer Erfahrung als Fotografen von über 600 Bewerbungsfotos.

Was ist ein perfektes Bewerbungsfoto?

Wir gehen diese Frage nach dem perfekten Bewerbungsfoto in diesem Beitrag detailliert durch. Aus unserer Sicht ist es wichtig, sich bei dieser Frage eine gewisse Grundentspanntheit zu behalten. Warum? Je nachdem wie neu Sie in diesem Thema sind bzw. wie angespannt für Sie die aktuelle Bewerbungssituation ist, neigt man vor lauter Aufgeregtheit den wahren Kern des zu erstellenden Bewerbungsfotos gerne zu vergessen:

Bewerbungsfotos sollen ...

  • Sie und Ihre Person darstellen auf natürliche und authentische Weise.
  • Sie stark und selbstbewusst zeigen, etwas angepasst auf den Job, die Stelle auf die Sie sich bewerben und Ihren beruflichen Hintergrund.

Es geht bei einem Bewerbungsfoto, wie auch der Bewerbung selbst, NICHT darum, dass Sie sich komplett verbiegen und zu einem anderen Wesen mutieren. Man soll und will Sie einstellen, weil Sie, so wie Sie sind, gerade gut ins Unternehmen passen.

Dies heißt aber auch NICHT, dass ...

  • Sie auf dem Foto z.B. durch eine falsche Körperhaltung einen komplett anderen Eindruck vermitteln, das Foto also in diesem Moment nicht Sie darstellt.
  • Sie durch den falschen Stil am Thema vorbei fotografiert haben.

Grundannahme: Das perfekte Bewerbungsfoto ist die Kombination aus der perfekten Darstellung von Ihnen unter Berücksichtigung einiger Randbedingungen, die sich aus der Bewerbung selbst ergeben (Branche, Unternehmen, usw.).

Kleidung, Make-up, Schmuck

Die Kleidungsfrage hat sich die letzten Jahrzehnte ziemlich entspannt und diversifiziert und ist stark von der Branche abhängig. Es gibt keine feststehende Regel, nur Grundannahmen. im Bereich Sozialarbeit und Pädagogik fotografieren wir häufiger in eher alternativen Outfits wie Wollpulli und Jack-Wolfskin. Soll es in Richtung Sport und sehr alternative Unternehmen gehen, so ist die Kleidung eher lässig in Richtung Streetware.

Grundsätzlich lässt sich folgendes sagen auf der Basis unserer letzten 600 Fotoshoots für Bewerbungsfotos:

Männer:

  • Grundsätzlich "anzugartig", d.h. ein Sakko kombiniert mit einem Hemd oder T-Shirt.
  • Farblich im Kontrast zum Hautton, d.h. zu helle Hauttöne sollten nicht mit weißen Kleidungsstücken kombiniert werden, um das Gesicht klarer erkennbar zu halten.
  • Krawatte optional, siehe spätere Erklärung.
  • Kleidung generell: Pro Kleidungsstück einfarbig und ohne auffällige Muster, damit wird die Kleidung weniger betont und man lenkt nicht vom Gesicht ab (wichtig, es geht um Sie).
  • Make-up: Eigentlich wird bei Männern nur abgepudert, um Glanz zu entfernen.

Die Krawattenfrage ist eine der häufigsten Fragen, die wir bei Bewerbungsfotos gestellt bekommen. Die Antwort ist relativ einfach. Krawatten tragen heutzutage Bewerber, die gerne Krawatten tragen und/oder die sich in Branchen und bei Unternehmen bewerben, bei denen dies erwartet wird. Aus unserer Erfahrung gibt es drei Branchen, die Krawatten auf Bewerbungen erwarten: Anwälte, Finanzbranche und Behörden. Bei allen anderen Branchen gibt es keine eindeutige Präferenz, wie z.B.: Maschinenbau, Informatik, Medizin, Consulting (PWC, McKinsey, usw.). 

Hochwertiges Bewerbungsfoto Bonn Fau lange braune Haare
Hochwertige Bewerbungsfotos Bonn Frau dynamisches Outfit freundlich

Frauen inkl. Frisur:

  • Frauen sind grundsätzlich freier in der Wahl der Kleidung, da es das typische Businessdress für Frauen nicht gibt (wir Männer sind da sehr neidisch drauf).
  • Oberteile: Hemden, Blusen, Blazer, T-Shirts (nur in Kombination mit Blazer oder Jacket), auf den Ausschnitt sollte geachtet werden, nicht zu viel. Oberteile nicht zu voluminös, eher glatt anliegend, um die Kleidung nicht auffälliger zu gestalten als das Gesicht (keine Ablenkung).
  • Schmuck: Auch hier gilt: Schmuck sollte nicht dazu beitragen, dass vom Gesicht abgelenkt wird, eher dezent.
  • Kleidung und Schmuck generell: Farblich nur ein Farbton pro Kleidungsstück, keine auffälligen Muster und Formen, wieder, damit nicht vom Gesicht abgelenkt wird.
  • Make-up: Beim Make-up kommt es auf das Angebot des Fotografen an und auf Ihre Zielgruppe. Wir bei ego-shootings retuschieren das Foto komplett, d.h. wir lieben dezentes Make-up, evtl. nur etwas Wimperntusche, da wir in der Retusche nicht-gewünschte Dinge entfernen und zuviel Make-up "tötet" das lebendige Aussehen schnell. Wenn Ihre Zielgruppe, z.B. Bewerbung als Stewardess, intensives Make-up ausdrücklich wünscht und/oder wenn Sie ohne Retusche fotografieren, dann können/müssen Sie evtl. ein stärkeres Make-up auftragen.

Was wir bei Frauen noch zur Kleidung hinzuzählen sind die Haare. Bei langen Haaren stellt sich oft die Frage, wie man diese auf Fotos tragen soll: Offen oder gebunden? Wenn es sich um Businessjobs handelt, also typische Bürojobs für z.B. Banken, Telekom und co., so liegt die Entscheidung unserer Kunden zu 90% meistens bei nach hinten zusammengebundenen Haaren. Wir legen dies aber nie vorher fest, sondern probieren dies während des Shootings aus. Die zusammengebundenen Haare in Kombination mit einem Businessdress vermitteln einfach häufig den typischen, relativ harten, weiblichen Karrierelook. Die Entscheidung sollten Sie jedoch auf der Basis treffen, wie wohl Sie sich mit dem Foto fühlen. Das Wohlfühlen bezieht sich nicht auf die reine Optik, sondern auf "wie wohl fühle ich mich mit meinem vom Foto vermittelten Eindruck in Bezug auf meine Bewerbung?". Also fühlen Sie sich mit dem Foto sicherer als mit einem anderen?

Fotografischer Stil

Wir zeigen Ihnen gleich ein paar Beispiele für Fotos, die wir für reine Bewerbungsfotos nicht für geeignet halten. Direkt zu Beginn möchten wir einen Hinweis geben:

Achtung, Gefahr, überwältigender Stil ist der falsche Stil

Was meinen wir damit? Es gibt viele Fotostile, so wie wir Sie auch hier bei uns auf der Webseite haben, z.B. im Bereich Charakterportraits, die sehr gut aussehen und man möchte auch so aussehen, allerdings eignen sich diese Stile nicht direkt für Bewerbungsfotos. Die zwei Beispielfotos zeigen, was wir meinen. Im Foto vor dem Officehintergrund sieht man sich selbst als erfolgreichen Businessmensch, das schmeichelt. Das andere Beispielfoto ist schön dramatisch, sehr künstlerisch und man möchte gerne so aussehen. Jetzt stellt sich allerdings nicht die Frage, wie man sich gerne selbst sieht, sondern wofür und für wen ist das Bewerbungsfoto gedacht? 

Negativbeispiel Bewerbungsfotos Hintergrund ist zu unruhig und lenkt ab

Negativbeispiel: Hintergrund zu unruhig

Negativbeispiel Bewerbungsfotos Beleuchtung zu dramatisch

Negativbeispiel: Licht zu dramatisch

Unsere Erfahrung sagt, man sollte die Variablen maximal reduzieren, d.h. das Bewerbungsfoto soll so wenig wie möglich an zusätzlichen Eindrücken vorgeben, damit der Betrachter sich sein Bild von Ihnen auf so neutraler Basis wie möglich machen kann. Das Beispielfoto mit der dramatischen Beleuchtung ist ein gutes Foto und ggf. für bestimmte Zielgruppen geeignet, z.B. wenn Sie sich als Künstler bewerben. Bewerben Sie sich jedoch eher für einen akademischen Job, so sagt dieses Foto etwas anderes aus und wird wahrscheinlich unvorteilhaft interpretiert.

Unser Vorschlag für Bewerbungsfotostile:

Hochwertiges Bewerbungsfoto Bonn Frau blond freundlich bestimmend
Bewerbungsfoto Bonn Geschäftsführer Sakko Hemd weiß
Hochwertiges Bewerbungsfoto Bonn Frau mit Brille sehr lässig

Für Bewerbungsfotos empfehlen wir einen weißen Hintergrund und eine gleichmäßige und plastische Ausleuchtung des Gesichts. Auf den drei Beispielfotos sehen Sie, dass die Gesichter an den Seiten trotz gleichmäßiger Ausleuchtung etwas schattiger sind, das erzeugt den hochqualitativen plastischen Look. Wir schneiden die Bewerbungsfotos optional auch gerne oben am Kopf etwas an, das ist ein psychologischer Trick, um das Foto interessanter zu machen. 

Was ist mit dunkleren Hintergründen?

Dunklere Hintergründe bieten wir auch gerne an. Je dunkler der Hintergrund, desto mächtiger wird das Foto. Bewerbungen für Vorstandspositionen fotografieren wir häufig vor dunklen Hintergründen, da bei solchen Positionen auch eine gewissen mächtige Außenwirkung gewünscht wird und wir mit einem solchen Foto diese gewünschte Wirkung direkt mitliefern (ja, kann er, abgehakt). Bei Ihrer Entscheidung für den Hintergrund würden wir empfehlen, dass Sie so vorgehen, dass Sie überlegen, wie mächtig Sie wirken möchten. Bei einem weißen Hintergrund wird der Betrachter nur Sie wahrnehmen und sich ausschließlich darauf konzentrieren, wie der Betrachter Sie wahrnimmt, ohne externe Vorgaben, wie ein dunklerer Hintergrund es vorgibt.

Zusammengefasst:

Behalten Sie bei der Wahl des fotografischen Stils immer Ihre Zielgruppe im Hinterkopf. Wir können Ihnen jegliche Art von Stilen anbieten, jedoch empfehlen wir Sie als Person in den Mittelpunkt zu stellen und jegliche zusätzliche Prägung oder Ablenkung zu vermeiden.

Körperhaltung und Posen

Das Posing ist eigentlich DAS Thema Nummer 1, wenn Menschen an ein Fotoshoot denken. Man geht davon aus, dass man alle möglichen Arten von künstlerischen Positionen einnehmen musst, die man vorher lernt, um die maximale Wirkung zu erreichen. Wir sprechen aus diesem Grund lieber von der Körperhaltung also von einer Pose. Posen werden in der Fotografie genutzt, um entsprechende Emotionen zu erzeugen. Beim Bewerbungsfoto gehen wir genau entgegengesetzt vor und möchten dafür sorgen, dass Sie auf den Fotos so aussehen und wirken, wie Sie sind, d.h. wir müssen vermeiden, dass das Foto etwas anderes aussagt, nur weil Sie die Eigenarten eines Fotos nicht kennen und im Moment der Aufnahme falsch stehen. 

Komplizierter Satz? Es ist eigentlich ziemlich einfach. Wir gehen so vor, dass wir zuerst ein paar Testfotos schießen, um folgendes raus zu finden:

  • Welche Seite wirkt bei Ihnen am besten?
  • Wie direkt sollten Sie in die Kamera schauen und wie wirken diese Nuancen?
  • Einmal Berggorilla bitte!

Wir fotografieren grundsätzlich recht frontal, um genügend Energie im Foto zu halten. Die Frage, welche Seite in Nuancen der Kamera eher zugewandt sein sollte, hängt sehr oft von Ihrem dominanten Auge ab. So ähnlich wie wie Links- oder Rechtshänder sind, so haben wir ein Auge, mit dem wir eher arbeiten. Wenn diese Auge hinten ist, dann wirkt der Blick meistens etwas weniger harmonisch als wenn das dominante Auge vorne ist. Dies testen wir kurz aus. Danach schauen wir wie schräg Sie stehen sollten und wie dies wirkt. Wir finden so die richtige Mischung aus Stärke und Offenheit. Abschließend zeigen wir Ihnen noch, wie Sie entsprechend gerade stehen und welche Besonderheiten es bei Fotos gibt, dass Sie auch gerade aussehen auf den Fotos (das ist der Berggorilla-Anteil).

Auf dieser Basis entstehen dann die Bewerbungsfotos. Wir legen also ein definiertes Fundament und arbeiten dann kreativ und locker auf dieser Basis weiter, um das perfekte Bewerbungsfoto zu erhalten.

Wir analysieren Sie quasi gemeinsam und entwickeln die finale Position aus Ihnen heraus. Eine starre Pose würde Ihnen etwas vorgeben und aufzwängen, wir gehen anders herum vor, so dass das Ergebnis maximal authentisch ist.

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